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DUALES LERNEN

Schüler und Lehrer berichten

GESOBAU/ Märkisches Viertel - Greenwich-Schule (Gemeinschaftsschule)

Praktisches Lernen und Kompetenzerweiterung
Seit September 2003 kooperieren die Wohnungsbaugesellschaft GESOBAU und die Greenwich-Schule mit dem gemeinsamen Ziel, die neu gegründete Hauptschule in den Kiez Märkisches Viertel zu integrieren und den Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten aufzeigen, sich mit ihrem Wohnumfeld zu identifizieren.
So konnte im Rahmen des Arbeitslehreunterrichts eine 1-Zimmer-Wohnung „bearbeitet” werden. Zwei 10. Klassen mussten entrümpeln, säubern, renovieren und ausbauen und dabei Fähigkeiten und Fertigkeiten erwerben, die auch im Alltag für alle von Nutzen sein werden. Im Juni 2005 konnte das Objekt als Muster- und Gästewohnung der GESOBAU zurückgegeben werden. Die nächste Wohnung mit 2 Zimmern ist bereits in Arbeit und wir hoffen, diese Arbeit innerhalb von zwei Jahren abschließen zu können.

Berufsorientierter und praxisbezogener Unterricht
Zu Beginn des Schuljahres 2005/06 erhalten Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs in einem an unserer Schule entwickelten Konzepts die Möglichkeit, bei dem freien Bildungsträger EURO TRAIN vier Mal eine Woche im Jahr an der Berufsausbildung teilzunehmen. Diese Schülerinnen und Schüler, die nicht den Mittleren Schulabschluss anstreben, erhalten so einen Einblick in die Anforderungen von mindestens vier verschiedenen Berufsfeldern und lernen unter anderem, dass Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit wichtige Voraussetzungen für die spätere Berufsausbildung sind.
Die Schülerinnen und Schüler werden begleitet vom Arbeitslehre Fachleiter. Sie bereiten ihre jeweiligen Praxisgänge in der Schule in einem Praxisbüro vor und nach, sie legen den Berufswahlpass an und führen ein Berichtsheft mit Unterstützung des Berufsausbilders.
Die Stundentafel unserer Hauptschule ist geprägt durch den Schwerpunkt auf das Fach Arbeitslehre, die Berufsorientierung und mehrere Praktika, die bereits ab Klasse 8 durchgeführt werden. Unsere Schülerinnen und Schüler, die voraussichtlich zu 90 % nicht den MSA erreichen werden, müssen in unterschiedlichen Praxisfeldern Erfahrungen machen und Fertigkeiten entwickeln, die ihre Chancen für eine erfolgreiche Bewerbung um einen Ausbildungsplatz erhöhen. Ein spezielles Praxisbüro, das mit allen notwendigen technischen Geräten ausgestattet ist, imitiert die Atmosphäre eines betrieblichen Büros und wird als solches angenommen. Die GESOBAU hat uns bei dieser Ausstattung unterstützt und wir hoffen, dass wir das Vertrauen dieser großen Wohnungsbaugesellschaft auch zukünftig rechtfertigen können.

Berliner Energieagentur – Ellen-Key-Oberschule (ISS)

Energieeffizienz macht Schule
Seit Februar 2003 kooperiert die Berliner Energieagentur GmbH mit der Ellen-Key-Oberschule in Berlin-Friedrichshain. Die Berliner Energieagentur ist ein innovatives Unternehmen, das von seinen Mitarbeitern Qualifikationen vor allem jenseits typischer Ausbildungen verlangt. Damit ist die Agentur ein gutes Beispiel für die veränderten Anforderungen des Arbeitsmarktes.

Probieren geht über Studieren
Da der Arbeitsalltag theoretisch schwer vermittelbar ist, liegt der Schwerpunkt dieser Partnerschaft nicht in der Berufsvorbereitung im klassischen Sinne, sondern darin, Praxiserfahrung im effizienten Umgang mit Energie zu vermitteln.
In einer ersten Aktion untersuchten Schüler im Rahmen des Physikunterrichts Energiesparmöglichkeiten bei der Beleuchtung in ihren eigenen Haushalten. In den Schulstunden wurden die physikalischen Hintergründe vermittelt, verschiedene Technologien verglichen, die Ergebnisse ausgewertet und eine Pressemitteilung formuliert. Die im Mai 2003 veröffentliche Meldung „66 Tage Fernsehen nonstop „gratis”, ...wenn alle 1,8 Mio. Berliner Haushalte bewusster bei der Benutzung von Licht wären” wurde in mehreren lokalen Medien veröffentlicht.

Good-bye, Stand-by
Im Rahmen des Kunstunterrichts erstellen Schüler insgesamt zehn Kunstobjekte, die das Thema „Good-bye, Stand-by” in Szene setzen. Auf der Feier zum zehnjährigen Jubiläum der Berliner Energieagentur wurden die Kunstobjekte präsentiert und die besten Arbeiten ausgewählt. Die Preisverleihung fand im Rahmen einer bundesweiten Kampagne für Energieeffizienz bei Galeria Kaufhof am Ostbahnhof statt. Die Gewinner freuten sich über einen DVD-Player und verschiedene Energiespargeräte.
An einem Aktionstag im Oktober 2004 erlebten alle 100 Schüler der zehnten Klassen der Ellen-Key-Oberschule die Relevanz von Stand-by-Verlusten. Sie zeigten sich nachhaltig über den Energieverbrauch ihrer Lieblingsgeräte im „Aus-Zustand” beeindruckt. Bei einem inszenierten Einkaufsbummel ließen sich die Schüler zum Thema Energieverbrauch beraten und begutachteten die Informationen zur Energieeffizienz an der Ware. Interessant war vor allem die Erkenntnis, dass sie selber inzwischen weitaus besser über energieeffiziente Geräte informiert waren, als so mancher Verkäufer.
Einige Schüler übersetzen im Zuge der Zusammenarbeit Beschreibungen internationaler Projekte in die russische Sprache und erhielten im Gegenzug Einblick in Strategie und Praxis des internationalen Know-how-Transfers der Berliner Energieagentur.

Fraunhofer Institut – Diesterweg Oberschule (Gymnasium)

Wissenschaft und Schule
Schon seit längerem engagiert sich das Fraunhofer IZM neben der Ausbildung von Mikrotechnologen für die Förderung des technischen Nachwuchses. Im Rahmen der IHK-Initiative wurde deshalb im August 2004 die Kooperationsvereinbarung Schule-Betrieb zwischen dem Diesterweg-Gymnasium und dem Fraunhofer IZM in Berlin unterzeichnet. In Zusammenarbeit mit der Schulleitung und verschiedenen Fachlehrern konnten den Schülern bereits im ersten Halbjahr der Partnerschaft eine Vielzahl von Aktivitäten angeboten werden. Neben der Hilfe bei der Berufsorientierung soll dabei die fachliche Arbeit im naturwissenschaftlich-technischen Bereich im Vordergrund stehen.

Technischen Nachwuchs durch lokale Partnerschaften gewinnen
Auf große Resonanz stieß bislang das vom Ausbildungsverantwortlichen des IZM angebotene Bewerbungstraining, an dem bislang sechs Klassen verschiedener Alterstufen teilgenommen haben. Die Schüler konnten so lernen, wie man seinen Wunschberuf findet, die schriftliche Bewerbung gestaltet und sich auf das Vorstellungsgespräch vorbereitet. Gleichzeitig wurde über Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten im Forschungsbereich informiert sowie eine Führung durch das IZM angeboten.

Arbeitsgemeinschaft Elektronik
Schule und Institut haben daneben gemeinsam die Arbeitsgemeinschaft Elektronik ins Leben gerufen, die in der Schule und teilweise im IZM stattfindet. Die Schüler des Physikleistungskurses können hier in ihrer Freizeit praktisch erlernen, wie elektronische Bauelemente funktionieren, wie man eine Schaltung entwirft und selbst daraus eine Leiterplatte herstellt und bestückt. Außerdem hatten diese Schüler sowie interessierte Fachlehrer die Möglichkeit, neben der langen Nacht der Wissenschaften 2004 im IZM an einer schüler-orientierten Führung über die Berliner MikroSys 2005 teilzunehmen und Forschungseinrichtungen am Standort Adlershof zu besichtigen. Dank der intensiven Arbeit mit der Schülergruppe konnte ein engagierter, technisch interessierter Schüler als Auszubildender für das IZM gewonnen werden.
Des weiteren können in diesem Jahr zwei Jugendliche in den Laboren des IZM das zweiwöchige Schülerpraktikum durchführen. Das Institut war zudem mit einem Informationsstand auf dem Schulfest zum 100jährigen Bestehen des Gymnasiums vertreten und hat zum wiederholten Mal beim bundesweiten Girls– Day jungen Mädchen die Möglichkeit geboten, ihre Interessen mit kleinen Laborexperimenten auszuloten.
Nicht zuletzt wurde ein Mitarbeiter des Fraunhofer IZM von der Schulkonferenz des Diesterweg Gymnasiums als externer Vertreter nach neuem Berliner Schulgesetz benannt. Die Partnerschaft wird von allen Akteuren als sehr positiv bewertet, weitere Aktivitäten und Angebote für Schüler und Lehrer sind deshalb für die Zukunft geplant.

DaimlerChrysler Services/ DEUTAG/ Herlitz PBS Aktiengesellschaft - Carlo-Schmid-Oberschule (Gymnasium)

Informationsangebot für Schüler mit Partnern der Wirtschaft
Die Carlo-Schmid-Oberschule im Herzen Spandaus ist eine Oberschule mit gymnasialer Oberstufe. Im Bereich Arbeitslehre liegt der Schwerpunkt der Kooperation, wie die Planungen für das Jahr 2005 zeigen.
Die Partnerfirma DaimlerChrysler bietet im September und Oktober insgesamt 4 Betriebsführungen an, die sich jeweils über einen halben Tag erstrecken.
Auch Herlitz wird Ende Oktober/ Anfang November Einblicke in ihr Unternehmen und in die Produktion gewähren. Diese werden in den Rahmen einer FK eingebunden werden.
Im Rahmen der Kooperation mit DEUTAG werden die Schüler der 10. Jahrgänge auf eine Informationsveranstaltung in den Betrieb eingeladen, um dort - auch von den Auszubildenden - zu erfahren, wie sich die Arbeitswelt gestaltet und was eine Ausbildung beinhaltet.

Angebote der Carlo-Schmid-Oberschule

  • Bereitstellung von Räumen (z.B. Aula für Betriebsversammlung, Turnhalle für Betriebssport)
  • Musikalische Darbietungen bei besonderen Anlässen
  • Kunstausstellungen und Dekorationen
  • Angebot der Teilnahme an Profilgemeinschaften für Betriebsangehörige und deren Kinder
  • "Nachhilfe" für Azubis z.B. in Englisch, Mathematik, Deutsch (Berichtsheft)
  • Schullaufbahnberatung für Kinder von Betriebsangehörigen

Freudenberg Spezialdichtungsprodukte GmbH & Co KG – Georg-Weerth-Oberschule (ISS)

Standortforschung - Ein Schülerbericht
„Das Projekt „Die Geschichte von der Firma Freudenberg KG in Berlin” wurde im August 2004 ins Leben gerufen. Der Geschichtslehrer berichtete, dass unsere Schule eine Ausstellung für die Firma Freudenberg anfertigen möchte.
Er hat uns gefragt, ob wir an diesem Projekt Interesse hätten. Wir haben eine kleine Gruppe von 15 Schülern gebildet.
Auf zwei Blättern hatten wir die wichtigsten Fakten über die Geschichte des Standortes in Berlin erhalten.
Wir haben im Internet und in Museen recherchiert und alles zusammengetragen. Als dann unser Geschichtslehrer erzählte, dass wir eine Power Point Präsentation für den Tag der offenen Tür entwickeln sollten, waren wir sehr überrascht. In nur zwei Tagen haben wir eine perfekte Präsentation entworfen. Alle Mitarbeiter waren begeistert und haben uns gelobt.
Ein Mitarbeiter informierte uns, dass es einen Zeitzeugen gibt. Wir berichteten unserem Geschichtslehrer davon und er wollte, dass wir ein Interview mit den Zeitzeugen führen. Bei der Firma Freudenberg trafen wir uns und hielten das Interview ab. Im Anschluss haben wir das Interview ausgewertet. Seine Erinnerungen waren für uns hilfreich. Nachdem wir unsere Recherchen beendet hatten, haben wir das Material aufgeteilt und jeder hat das wichtigste aus den Texten zusammengefasst. Fotos wurden ebenfalls gesammelt. Als wir fertig waren, machten wir uns Gedanken, wie die einzelnen Tafeln aussehen sollten. Dafür haben wir andere historische Ausstellungen besucht.”

Ausloten der Kooperationsmöglichkeiten – Ein Lehrerbericht
Bei unserem ersten Treffen gab es ein Brainstorming, bei dem wir uns über Erwartungen und Möglichkeiten austauschten. Dabei ergaben sich sehr viele Berührungspunkte und Übereinstimmungen. Deshalb beschlossen wir eine Kooperation zu wagen und unterzeichneten die Vereinbarung. Der nächste Schritt war die Erstellung eines Jahresplanes, in dem wir alle Aktivitäten verankerten, die wir gemeinsam angehen wollten. Zu den Inhalten des Jahresarbeitsplanes 2004/2005 gehören folgende Punkte:

Was kann die Schule für die Freudenberg KG tun?

  • Gestaltung von Events von der Planung über die Einladung bis hin zur Durchführung mit Verpflegung (z.B. Tag der offenen Tür; Weihnachtsfeier)
  • Aufträge für Catering nach Bedarf
  • Erforschung des Standortes und Bau einer Ausstellung für das Museum im Stammwerk in Weinheim
  • Erstellen von Präsentationen über bestimmte Produkte
  • Verfassen von Artikeln für die Betriebszeitung (Vorstellung der Schule, Gestaltung der Kooperation)
  • Öffentlichkeitsarbeit der Schule bezieht Freudenberg KG als Kooperationspartner immer mit ein

Was kann die Freudenberg KG für die Schule tun?

  • Unterstützung für den Kurs C „Grundlagen der Unternehmensführung” durch Beratung und Betriebsbesichtigung
  • Plätze für Schnupperpraktika und Betriebspraktikum
  • Vorstellen der Betriebsstruktur, von Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten im Berufsorientierungsunterricht
  • Teilnahme am Tag der offenen Tür der Schule
  • Regelmäßiges Abonnement der Betriebszeitung für die Schule
  • Möglichkeiten für Probebewerbungen der Schüler und Vorstellungsgespräche mit dem entsprechenden Feedback

Bewerbung einmal anders – Ein Schülerbericht
Wir erhielten von unserer Lehrerin das Angebot, uns bei der Freudenberg Spezialdichtungsprodukte KG als Bürokaufleute, Chemielaboranten oder Verfahrensmechaniker probeweise zu bewerben. Natürlich ließen wir uns diese Gelegenheit nicht entgehen. Wann hat man schon einmal die Möglichkeit, seine Unterlagen von Praktikern prüfen zu lassen und dann auch noch ein Feedback zu bekommen. Außerdem gehörten auch noch Vorstellungsgespräche dazu.
Sorgfältig stellten wir die Bewerbungsunterlagen zusammen. Sie mussten bis zu einem bestimmten Termin bei unserer Lehrerin sein. Wer zu spät abgegeben hatte, wurde nicht mehr berücksichtigt. Das war ungewohnt. Bisher hatten wir immer die Möglichkeit etwas nachzureichen. Aber hier hatten wir es mit der Realität zu tun und wenn man da den Bewerbungszeitraum verpasst, dann ist der Zug abgefahren.
Nach 4 Wochen bekamen wir Bescheid, dass wir alle zu Vorstellungsgesprächen eingeladen sind, wir hatten Termine im Abstand von 30 Minuten. Die Nervosität ließ trotz der freundlichen Begrüßung nicht nach. Dann ging die Fragerunde los. Es ging um Interessen, Fähigkeiten, Motivationen und die persönliche Umgebung. Außerdem wurde gefragt, was man über den Betrieb weiß. Da konnten wir glänzen, da es sich ja um unseren Kooperationspartner handelt, wussten wir eine ganze Menge.
Nachdem alles überstanden war, erhielten wir eine Auswertung. Zuerst ging der Personalchef mit uns die Bewerbungsunterlagen durch und gab uns nützliche Hinweise, was noch zu verbessern wäre. Als nächstes wurde das Vorstellungsgespräch analysiert. Hier spielte der Inhalt und das Auftreten eine große Rolle. Wir bekamen Tipps für vorteilhafte Veränderungen.
So ein Angebot ist toll und hilft. Hier steht man Leuten aus der Praxis gegenüber und die Situation ist so echt, dass man vergisst, dass es ja nur eine Probebewerbung ist. Wir haben dabei wertvolle Erfahrungen gesammelt, die einem bei weiteren Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen von Nutzen sind.
Nicole Voigt, Klasse 10a

Tag der offenen Tür bei der Freudenberg KG – Ein Schülerbericht
Herr Jacobs, Leiter des Leadcenters in der Boxhagener Str., erzählte uns vom Tag der offenen Tür, zu dem die Mitarbeiter ihren Familien ihren Arbeitsplatz im Betrieb zeigen können. Er hatte von unserem Partyservice gehört und fragte uns, ob wir nicht an diesem Tag die kulinarische Versorgung übernehmen könnten. Außerdem wäre ein Programm für die Kinder der Angehörigen schön.
Natürlich sagten wir zu. Mit Feuereifer stürzten wir uns in die Arbeit, um festzustellen, dass es gar nicht so einfach ist, eine solche Veranstaltung zu planen und alles zu organisieren. Zuerst teilten wir die Arbeit in 4 Gruppen auf und ordneten diese den Fachbereichen zu:

  • Gruppe: Gestaltung der Einladung und Herstellung von Dekorationen (Bildende Kunst, Deutsch)
  • Gruppe: Büfett, Grillen (Partyservice „Kohlköpfe)
  • Gruppe: Getränke wie z.B. Wein Bier, Saft, Wasser, Kaffee, Capuccino, Kindercocktails
  • Gruppe: Kinderbetreuung (Sport)

Tragfähige Konzeptionen zu entwickeln, war anfangs unser größtes Problem. Wer macht was, wann, wo und mit wem? Klingt einfach, ist es aber nicht - weil jedes Detail geplant werden muss, sonst wird es vergessen - ist uns auch passiert.
Als der Tag kam, waren wir ganz schön nervös. Ob wohl alles klappen würde ? Wir trafen uns an dem Sonnabend um 9.00 Uhr im Betrieb, um alles aufzubauen und zu dekorieren. 10.00 Uhr ging es dann los. Leider hatten wir mit dem Wetter Pech. Eigentlich sollte ja alles im Freien stattfinden, aber da es nach Regen aussah, mussten wir fast alles in der Halle aufbauen. Im Verlaufe des Tages besserte sich das Wetter und wir zogen ins Freie um. Unsere Befürchtung, dass Essen und Trinken könnte nicht reichen, wurde nicht bestätigt. Die Kinder fühlten sich pudelwohl bei uns. Der ganze Tag war ein voller Erfolg. Die Mitarbeiter fanden unsere Organisation so toll, dass wir gleich für das nächste Jahr wieder den Auftrag erhalten haben.
Marlen Noack, Claudia Omilia, Franziska Stapke, Lisa Wiedemann, Klasse 9b

ASSA ABLOY Sicherheitstechnik GmbH (ehemals IKON GmbH) - Dreilinden-Oberschule (Gymnasium)

Das Buddy-Bären Projekt
Seit 2001 existiert eine Kooperation zwischen der IKON GmbH – einem Unternehmen, das Schließanlagen und Sicherheitstechnik herstellt – und der Dreilinden-Oberschule – einem Gymnasium in Zehlendorf. Im Verlauf dieser Kooperation wurden verschiedene Aktivitäten entwickelt.

Austausch von Fachwissen
Ein Mathematiker der IKON GmbH wird in einen Mathematikkurs eingeladen, um über seine Tätigkeit bei der IKON GmbH zu berichten und die Anwendung der Kombinatorik in der Praxis zu erläutern.
Ein Team aus Lehrern, Schülern und Austauschschülern werden durch die Produktionsstätte der IKON GmbH geführt. Ein Lehrer, der im Wahlpflichtbereich das Fach Wirtschaft unterrichtet, durchläuft in den Sommerferien ein dreitägiges Praktikum/Hospitation in verschiedenen Abteilungen der IKON GmbH.
Mit von den Schülern erstellten Bildern wurden die Räume der IKON GmbH verschönert. Die Ausstellung wurde unter Mitwirkung eines Musikkurses der Schule in den Räumen der IKON GmbH eröffnet, die vier besten Bilder von den Mitarbeitern der IKON GmbH prämiert. Die Preisträger wurden von der IKON GmbH zum Zieleinlauf des Volvo-Ocean-Race nach Kiel eingeladen.
In einer intensiven Auseinandersetzung mit den Produkten, der Firmengeschichte des Partnerbetriebes begann die Kooperation. Als Manifestation dieser Beschäftigung entstand im Kunst Leistungskurs der Schlüsselbär KIKON.
Der liebevoll gestaltete, in der Ikonographie und im Namen auf die Firma Bezug nehmende Bär wurde der Ikon GmbH überreicht. Im Gegenzug bekam die Schule ein neues Mitglied: Bagira, der, von den Auszubildenden der Ikon GmbH gestaltet wurde, als Figur aus dem Dschungelbuch ebenfalls eine Lebensweisheit mit auf den Weg gibt. „Be careful, because out there is the jungle”. Damit meinten die Auszubildenden natürlich die Berufswelt.

Austausch der Bären Bagira und Kikon - Ein Schülerbericht
Angefangen hat es in New York mit den bunt bemalten Schweizer Kühen. Dieser Trend verbreitete sich nicht nur in ganz Amerika, sondern kam sogar bis zu uns nach Berlin. Da das Berliner Wahrzeichen jedoch ein Bär ist, haben wir die Kühe kurzentschlossen in Bären umgewandelt.
Seit Jahren besteht eine Partnerschaft zwischen unserer Schule und der Ikon GmbH. Dadurch entstand die Idee, dass die Auszubildenden von Ikon und Schüler aus unserem Kunstleistungskurs einen Bären gestalten und ihn als Zeichen der Freundschaft austauschen.
Das Motiv unserer Bären soll den Schlüssel für die Tür des Lebens darstellen. Knallige, bunte Farben und das Wort Schlüssel in allen möglichen Sprachen, zeichneten Kikon, unseren Bären, aus.
Bagira, das neue Mitglied unserer Schule, wurde liebevoll von den Auszubildenden der Ikon GmbH besprayt. "Be careful, because out there it is a jungle" ist das Motto von dem Film „Das Dschungelbuch 2”. Das soll gleichzeitig die Lebensweisheit für unsere Schüler darstellen, wenn sie nach der Schule in die Berufswelt eintauchen.
Die Präsentation fand am 4.4.03 in unserer Schulaula statt. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Damian Omansen und Janine Busch. Die offizielle Übergabe der Bären wurde von Herrn Ernst (Ikon-Vorsitzender) und Frau Carender (Schulleiterin) kommentiert. Nach einem anschließenden Zusammensein mit Büffet löste sich die Veranstaltung langsam auf. Nur Bagira ist geblieben und empfängt uns jeden Tag in der Vorhalle der Dreilinden-Schule!
Geraldine Lambart, Klasse 10b

AEG Signum - Heinrich-von-Stephan-Oberschule (Gemeinschaftsschule)

Der Girls– Day
Im Rahmen des Girls' Day lädt der Kooperationsbetrieb AEG SIGNUM alljährlich Schülerinnen der Heinrich-von-Stephan-Schule ein, ihre Ausbildungsstätten und die Produktionsräume der Firma TEMIC zu besuchen und gewerblich-technische Berufe kennen zu lernen. Zwischen 15 und 25 Mädchen – Schülerinnen der 8. Klassen – bereiten sich alljährlich mit einer Lehrerin auf diesen Besuch vor und erfahren in den Werkstätten bei AEG SIGNUM, wie spannend Technik sein kann.
Bei den (männlichen) Schülern kam Neid auf. Die AEG Signum erklärte sich daraufhin bereit, den interessierten Jungen der Schule das gleiche Angebot zu machen – der Boys– Day war geboren.

Schüler bewerben sich bei AEG Signum – Ein Lehrerbericht
Die Schüler der 9. Klassen erfahren in einer 2-stündigen Einführung, worauf es bei der Bewerbung ankommt. Ein Ausbildungsleiter schildert die Ausbildungskandidaten einmal aus seiner persönlichen (Berufs-)Sicht, zeigt Positiv- und Negativbewerbungen und gibt Tipps für das Einstellungsverfahren. Ein Betriebspraktikum bei AEG SIGNUM ist möglich.
Finden sich an unserer Schule genügend Interessenten für einen Ausbildungsplatz bei AEG SIGNUM, so nehmen sie – wenn die schulischen Voraussetzungen stimmen – als Gruppe gemeinsam am Einstellungsverfahren teil. Es gelten natürlich die gleichen Kriterien für sie wie für alle anderen Bewerber. Allerdings: Schaffen unsere Schüler den Test nicht, wird ihnen in einem Nachbereitungsgespräch erläutert, woran sie gescheitert sind und welche alternativen Ausbildungswege sinnvoll sein könnten.

2 x eingerahmt
Im Herbst 2002 wurde der Schülerfirma der Heinrich-von-Stephan-Schule der Auftrag angetragen, einen großen Bilderrahmen (ca. 1,40m x 1,10m) herzustellen, in dem Fotos aller Mitarbeiter der AEG SIGNUM präsentiert werden sollten. Ein Lehrer der Schule wurde gebeten, die dafür erforderlichen Fotos herzustellen. Nach vielen Fototerminen entschied man sich, auch Detailaufnahmen von Werkzeugen, Kabeltrommeln, Messgeräten in den Rahmen zu integrieren. Dieser erwies sich bald als zu klein, so dass die Schülerfirma den alten Rahmen zu einem „Tryptichon” erweiterte. Die kleine Ausstellung hängt heute wie vorgesehen in den Räumen von AEG SIGNUM. Nach erfolgreichem Abschluss des dreiteiligen Rahmens folgte eine Ausstellung.

OTIS Holdings GmbH & Co OHG - Bettina-von-Arnim-Oberschule (ISS)

Vorbildliches Engagement
OTIS, Traditionsunternehmen und Marktführer bei der Produktion von Aufzügen und Fahrtreppen, hat seinen Sitz in Reinickendorf. Der Kooperationsvertrag mit der Bettina-von-Arnim-Oberschule wurde im November 2001 unterzeichnet. OTIS bietet Unterstützung besonders im berufsbildenden Bereich an, bei Materialbeschaffungen für die Arbeitslehre, bei Praktikumplätzen, aber auch bei der Zusammenarbeit mit der Berufsakademie für Abiturienten.
Bereits wenige Tage nach Kooperationsbeginn präsentierte sich OTIS mit seinen Ausbildungsleitern und Auszubildenden mit einem Extrastand auf dem Tag der offenen Tür und konnte so die ersten Kontakte zu Eltern, Lehrern und Schülern knüpfen.
Die Auszubildenden beraten zu Fragen der Berufsorientierung. In kleinen Gruppen nehmen alle Schüler des 9. Jahrgangs teil. In den Gruppen waren zuvor Fragen entwickelt worden. Ein solch direkter Kontakt war für alle Beteiligten neu, aber sehr aufschlussreich, zumal das Betriebspraktikum direkt vor der Tür stand. Diese Form des Austauschs hat sich bereits zu einem festen Ritual entwickelt. Zusätzlich wurde die 8. Jahrgangsstufe einbezogen, so dass der Prozess der beruflichen Orientierung bereits früher einsetzen kann.
Im Betriebspraktikum engagiert sich OTIS und nimmt in jedem Jahr Schüler und Schülerinnen auf. Inzwischen hat sich diese Zusammenarbeit auch auf die Ausbildungssituation der Schüler ausgewirkt: Zwei Schüler der Bettina-von-Arnim-Oberschule erhielten nach erfolgreichem Durchlauf des Assessment-Center einen Ausbildungsplatz.
Um den Bekanntheitsgrad der Kooperation auch innerhalb der Firma OTIS zu erweitern nehmen Schüler und Schülerinnen regelmäßig auch an den Betriebssportfesten teil.
An den Tagen der Berufsfindung für Schüler und Eltern der Jahrgangsstufe 9 beteiligten sich neben OTIS auch Vertreter des Arbeitsamt, von Oberstufenzentren und dem DRK.
Auf den Reinickendorfer Wirtschaftstagen präsentierte sich die Bettina-von-Arnim-Oberschule als eine von fünf Reinickendorfer Schulen. Hierbei stand die Zusammenarbeit und Kooperation mit OTIS im Vordergrund. Schüler vermittelten vor dem Hintergrund ihrer Kooperation mit dem Betrieb Einblicke in das Unternehmen OTIS. Handwerkliche Techniken, wie Löten oder Ösenbiegen wurden vorgeführt, aber auch die Siebdrucktechnik, mit der Textilien mit den Logos der beiden Kooperationspartner bedruckt wurden. Auch das Orchester der Bettina-von-Arnim-Schule stellte sein umfangreiches Repertoire an den zweitägigen Wirtschaftstagen vor.
Weitere gemeinsame Aktivitäten sind die Betreuung der Special-Olympics, Englisch-Workshops für Mitarbeiter, eine gemeinsame Teilnahme am 5x5 km Staffellauf durch den Tiergarten sowie Kunstausstellungen.

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DOKUMENT-NR. 20164

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