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SACH- UND FACHKUNDEPRÜFUNG

Erwerb, Besitz und Führen von Schusswaffen und Munition

Bewachungsunternehmen (§ 34a GewO) benötigen für bestimmte Tätigkeiten, die den Erwerb, den Besitz und das Führen von Schusswaffen einschließen, eine waffenrechtliche Erlaubnis (Waffenbesitzkarte) nach § 10 Abs. 1 WaffG. Darüber hinaus muss jeder Mitarbeiter, der im Rahmen seines konkreten Auftrages zum Führen einer Schusswaffe verpflichtet ist, im Besitz eines Waffenscheins nach § 10 Abs. 4 WaffG sein.

Zuständig für die Erteilung von waffenrechtlichen Erlaubnissen in Berlin ist
Der Polizeipräsident in Berlin
Waffenbehörde
Landeskriminalamt 553
Platz der Luftbrücke 6, 12101 Berlin
Tel.: 030/46 64-95 53 00
Tel.: 030/46 64-95 53 10
Tel.: 030/46 64-95 53 11
Tel.: 030/46 64-95 53 12
Fax: 030/46 64-95 53 99

Grundsätzlich sollte das Bewachungs- oder Sicherheitsunternehmen für seine betreffenden Mitarbeiter den Antrag auf Erteilung eines Waffenscheins bei der Polizeibehörde stellen. Das Antragsformular kann unter den Externen Links abgerufen werden.

Nach § 4 WaffG setzt die Erteilung einer waffenrechtlichen Erlaubnis u.a. voraus, dass der Mitarbeiter

1. das 18. Lebensjahr vollendet hat (§ 2 Abs. 1 WaffG),
2. die erforderliche Zuverlässigkeit (§ 5 WaffG) und persönliche Eignung
    (§ 6 WaffG) besitzt,
3. die erforderliche Sachkunde nachgewiesen hat (§ 7 WaffG) und
    dass der Arbeitgeber
4. ein Bedürfnis nachgewiesen hat (§ 8 WaffG) sowie
5. bei der Beantragung eines Waffenscheins oder einer Schießerlaubnis
    eine Versicherung gegen Haftpflicht in Höhe von 1 Million Euro
    - pauschal für Personen- und Sachschäden - nachweist.

Laut § 28 WaffG wird ein Bedürfnis zum Erwerb, Besitz und Führen von Schusswaffen bei einem Bewachungsunternehmer anerkannt, wenn er glaubhaft macht, dass Bewachungsaufträge wahrgenommen werden oder werden sollen, die aus Gründen der Sicherung einer gefährdeten Person im Sinne des § 19 WaffG oder eines gefährdeten Objektes Schusswaffen erfordern. Gleiches gilt entsprechend für Wachdienste als Teil wirtschaftlicher Unternehmungen oder für Geld- und Werttransporte. Ein glaubhaft gemachtes Bedürfnis umfasst auch den Erwerb und Besitz der für die dort genannten Schusswaffen bestimmten Munition.

Mitarbeiter, die auf Grund ihres Arbeitsverhältnisses Schusswaffen des Erlaubnisinhabers (Arbeitgeber) nach dessen Weisung besitzen oder führen sollen, sind der zuständigen Polizeibehörde zur Überprüfung der Zuverlässigkeit, persönlichen Eignung sowie Vorliegen der Sachkunde zu benennen. Die Waffensachkundeprüfung kann entweder bei der Polizeibehörde oder bei einem behördlich anerkannten Bildungsträger abgelegt werden. Die in Berlin anerkannten Bildungsträger, die auf die Sachkundeprüfung vorbereiten und diese auch abnehmen sowie eine Auswahl von Literatur zur Vorbereitung auf die Sachkundeprüfung sind im Downloadbereich hinterlegt.

Der Erwerb von Schusswaffen oder Munition sowie die Überlassung an Bewachungsmitarbeiter darf erst nach Ausstellung und Aushändigung der waffenrechtlichen Erlaubnisse durch die Waffenbehörde erfolgen.

Stand: April 2014

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DOKUMENT-NR. 58076

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