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INDUSTRIE

DIHK-Reporte zur Industrie

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) vertritt die Interessen unserer Mitglieder auf nationaler und europäischer Ebene gegenüber der Bundesregierung und der Europäischen Kommission. Dazu erstellt der DIHK mit Unterstützung der IHKs spezifische Untersuchungen und Stellungnahmen für die Branche Industrie.

Anfang 2011 hat der DIHK seinen Industriereport 2010/2011 vorgelegt. 

Dessen Ergebnisse zeigen, dass die deutsche Industrie wieder Fuß gefasst hat und die Krise hinter sich lässt. Auch im neuen Jahr bleibt die Industrie der Motor des deutschen Aufschwungs – wenngleich die Industrieproduktion nicht mehr so hochtourig zunimmt. Der DIHK rechnet für 2011 mit einem Anstieg der Industrieproduktion von fünf Prozent, einem immerhin doppelt so hohen Zuwachs wie in der Gesamtwirtschaft. Erstmals seit zwei Jahren bewerten die Unternehmen des Produzierenden Gewerbes ihre Geschäftslage wieder besser als die Gesamtwirtschaft. Die Industrie profitiert zunehmend von der Investitionserholung und weiterhin vom Exportgeschäft. Die Nachfrage nach Konsumgütern erfährt insbesondere wegen der günstigen Arbeitsmarktentwicklung Impulse vom Binnengeschäft.

Die Exporterwartungen fallen so zuversichtlich aus wie seit drei Jahren nicht mehr. Knapp die Hälfte der Unternehmen rechnet mit einer weiteren Zunahme des Auslandsgeschäfts (44 Prozent), während nur sieben Prozent der Unternehmen einen Rückgang erwarten. Die Verbesserung fällt nicht mehr so deutlich aus wie zuvor. Dies deutet darauf hin, dass sich der rasante Aufholeffekt im Exportgeschäft dem Ende zuneigt und in ein für Aufschwungphasen normales Wachstum übergeht.

Mehr als ein Drittel der Unternehmen plant zusätzliche Investitionen. Damit hellt sich die Investitionsneigung in der Industrie unter den Wirtschaftszweigen am stärksten auf – allerdings hatten die Industrieunternehmen ihre Pläne in der Krise auch am stärksten zusammenstreichen müssen. Die Zeichen stehen erstmals seit der Krise auf Personalaufbau. Gut 20 Prozent der Industrieunternehmen wollen Beschäftigung ausbauen.

DIHK-Umfrage zu Auslandsinvestitionen in der Industrie: Die deutsche Industrie setzt wieder auf Auslandsmärkte

Der DIHK hat im Frühjahr 2010 insgesamt 9.000 Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes zu deren Auslandsinvestitionen befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass 44 Prozent der deutschen Industrieunternehmen planen, 2010 im Ausland zu investieren. Das sind 4 Prozentpunkte mehr als 2009 und bedeutet den zweitstärksten Zuwachs seit dem Start der DIHK-Befragung zu den Auslandsinvestitionen im Jahr 1995.

Die Unternehmen konzentrieren sich darauf, bestehende Vertriebs- und Kundendienststrukturen effizienter zu gestalten, aber auch neue Vertriebs- und Servicekanäle aufzubauen.

China kann 2010 mehr Investitionen aus Deutschland anziehen als jedes andere Land und fast soviel wie die alten EU-Mitgliedstaaten (ohne Deutschland) zusammen. 37 Prozent der Industrieunternehmen planen, in China zu investieren – ein Plus von fünf Prozentpunkten.

Die Studie steht als Download zur Verfügung.

DOKUMENT-NR. 62850

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