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ACHTUNG STAUGEFAHR!

AVUS - Erneuerung in Etappen

Avus an der "Spinner-Brücke" Spanische Allee © IHK Berlin / Ebelt Zoom


Die Berliner sind an Baustellen gewöhnt, auch im Hauptstraßennetz. Nicht nur die Arbeiten an der Brücke am Spandauer Damm und dem Tunnel am Flughafen Tegel haben in den letzten Jahren zu vielen Umwegen geführt. Seit Juni wird mit der Avus eine weitere Hauptschlagader des Berliner Straßenverkehrs saniert. Die BAB 115, so die offzielle Bezeichnung, muss komplett abgerissen und ganz neu eingebaut werden. Seit Jahren ist der Neubau notwendig.

Das regelmäßige Flicken der Schlaglöcher hatte zuletzt eine Mio. Euro im Jahr verschlungen, Tendenz steigend. Trotzdem kann teilweise nur noch mit 60 Stundenkilometern gefahren werden. Teile der mehrfach ausgebesserten Fahrbahn stammen noch original aus den Zwanzigerjahren. Nun wird die „Automobilverkehrs- und Übungsstraße“ (Avus) für 30 Monate zur Großbaustelle.

Zunächst werden die Standstreifen erneuert und der Mittelstreifen überfahrbar gemacht. Ab Juni wird dann der 8,7 Kilometer lange Abschnitt zwischen dem Autobahndreieck Funkturm und der Anschlussstelle Spanische Allee in vier Etappen saniert:

  • Juni 2011 bis Mai 2012: AS Spanische Allee bis AS Hüttenweg (stadteinwärts)
  • Mai bis August 2012: AS Hüttenweg bis AD Funkturm (stadteinwärts)
  • August 2012 bis März 2013: AD Funkturm bis AS Hüttenweg (stadtauswärts)
  • März bis November 2013: AS Hüttenweg bis AS Spanische Allee (stadtauswärts)

Details zeigt die hier hinterlegte Übersichtskarte.

Zudem wird die marode Autobahnbrücke am Hüttenweg durch einen Neubau ersetzt. Für die täglich 90 000 Fahrzeuge werden je zwei Fahrstreifen pro Richtung befahrbar sein, aber deutlich schmaler als gewohnt. In der letzten Bauphase wird es stadteinwärts nur noch eine Spur geben können. Als Ausweichstrecke wird eine Umleitung über die Potsdamer Chaussee, die Argentinische Allee und die Clayallee zum A100-Anschluss Hohenzollerndamm ausgeschildert. Auf halber Strecke wird man zur Avus-Auffahrt Hüttenweg abbiegen können.

Gearbeitet wird an sechs Tagen der Woche jeweils von 6 bis 22 Uhr. Damit das beauftragte Bauunternehmen die Zeitvorgabe auch einhält und wenn möglich noch unterschreitet, gibt es diesmal ein Bonus-Malus-System, das eine Mio. Euro ausmachen kann. Außerdem wird in der Nähe von Wohnhäusern lärmreduzierender Gussasphalt eingebaut. Die rund 28 Mio. Euro Gesamtkosten trägt der Bund als Eigentümer.

Bahnstrecke wird vor der kritischen Bauphase vor März 2013 saniert

Ausgerechnet während der Autobahnsanierung wird die direkte Bahnstrecke zwischen Berlin und Potsdam erneuert. Nachdem die Arbeiten mehrmals verschoben worden waren, ist der parallele Bau der beiden Verkehrsadern zwischen Berlin und Potsdam nicht mehr abwendbar. Immerhin werden die Arbeiten vor der kritischen vierten Bauphase abgeschlossen sein.

Ab Dezember 2011 bis Ende 2012 werden Reisende aber in Wannsee in die S-Bahn steigen müssen, die im Zehn-Minuten- Takt in die City fährt – hoffentlich pünktlich und in voller Zuglänge.

DOKUMENT-NR. 84202

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