- Telefon: 030 31510-415
- Fax: 030 31510-105
© Drive Now, David Ulrich
Zoom
Zur Mobilität gehören für Unternehmen die Erreichbarkeit für Kunden, Mitarbeiter und Geschäftspartner genauso wie die Kosten für Fuhrpark, Transporte oder Dienstwege. In Zeiten des Klimawandels entscheiden aber nicht mehr nur Fahrzeit und Komfort. Viele Unternehmen wollen ihre verkehrsbedingten Emissionen senken, natürlich ohne dabei ihre Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren.
Doch was kann man heute schon tun? Welche Angebote gibt es? Wie weit ist die Elektomobilität und auf welche Trends kann man setzen? Antworten darauf gab eine Mobilitätsveranstaltung, die die IHK Berlin Ende November gemeinsam mit der Team Red Deutschland GmbH zusammengestellt hat.
Ein wesentlicher Ansatzpunkt, um umweltfreundlich Kosten zu senken, ist der Fuhrpark. Dabei wird die Bayer HealthCare AG die Emissionen um 20% senken, wie Flottenmanager Matthias Schaumann präsentierte. Dazu werden bei der Beschaffung CO2-Grenzwerte gesetzt und Sportwagen aus der Dienstwagenflotte verbannt. Abteilungsfahrzeuge werden ausschließlich mit Erdgas- oder Elektroantrieb beschafft. In Pilotprojekten wurden mit E-smarts, E-Vitos, E-Golfs und vor allem Erdgas-Sprintern gute Erfahrungen gemacht.
Das elektrospezifische Reichweitenproblem ist von nun an Vergangenheit, zumindest beim brandneuen Opel Ampera. Der kann an der Steckdose aufgeladen werden und mit Benzin seinen eigenen Fahrstrom produzieren. Dem höheren Anschaffungspreis stehen so Einsparungen bei den Energiekosten gegenüber, wie Dylan MacKay , Opel Hetzer GmbH, nicht nur vorrechnete, sondern im Anschluss sogar live vorführte.
Künftig könnten E-Autos und Ladesäulen zum Berliner Straßenbild gehören, vor allem aber neue Wertschöpfung nach Berlin bringen. Dafür sorgen Gernot Lobenberg und Thomas Meißner von der EMO Berlin, die noch im Januar die Berliner Bewerbung als Schaufenster für Elektromobilität beim Bund einreichen werden.
Den Weg vom eigenen zum Gemeinschaftsauto will neben DB Carsharing mit ihrem guten und etablierten Flinkster-Angebot nun auch die Drive Now GmbH ebnen. Deren Autos findet man per Handy-App in der Berliner Innenstadt. Geschäftsführer Nico Gabriel erklärte, wie einfach man bucht, fährt und am Wunschort wieder abstellt, alles zum festen Minutenpreis all inclusive.
Aber muss es überhaupt immer ein Auto sein? Schon heute können registrierte Kunden rund 80 Stationen ein Call-a-bike-Fahrrad an leihen, wie Dr. Peters vom Institut InnoZ zeigte. Dazu kommen nun auch in Berlin die Mieträder der Nextbike GmbH. Geschäftsführer Sebastian Schlebusch zitierte eine aktuelle Studie, nach der radelnde Mitarbeiter im Schnitt einen Krankheitstag weniger ausfallen, noch ein guter Grund für Unternehmen, das Radfahren zu fördern, evtl. sogar mit einer eigenen Ausleihstation vorm Haus.
Was nun am besten fürs Unternehmen passt und wie alles zusammengesetzt wird, ist der Kern des Betrieblichen Mobilitätsmanagements. Wie das funktioniert und wie professionelle Berater dabei vorgehen, erkläre Axel Quanz von der Team Red Deutschland GmbH anhand verschiedner erfolgreicher Projekte. Wie die Mobilität der Zukunft in Berlin aussieht, wird die Zeit zeigen. Geht es nach dem von Julius Menge, SenStadt, präsentierten Leitbild des Senats, wird sie vielfältig, flexibel, umweltfreundlich und postfossil sein - und hoffentlich auch ein Standortvorteil für die Berliner Wirtschaft.
© IHK Berlin | ISO 9001 | Datenschutzerklärung | Haftung
Für die Richtigkeit der in dieser Website enthaltenen Angaben können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen.
© IHK Berlin | ISO 9001 | Datenschutzerklärung | Haftung
Für die Richtigkeit der in dieser Website enthaltenen Angaben können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen.