Keine deutsche Stadt verfügt über so viele Güterverkehrszentren wie Berlin. Die drei in den 90er Jahren gegründeten GVZ Berlin West, Süd und Ost liegen unmittelbar vor den Toren der Stadt. Die IHK Berlin hat sich sofort nach der Wiedervereinigung für die Einrichtung von GVZ in der Region eingesetzt und ihre Planung und Realisierung nachhaltig unterstützt. Die erste Diskussionsveranstaltung zum Thema „GVZ” fand bereits im Januar 1991 im Hause der IHK statt. Die IHK hat auch für die Modernisierung des Westhafens zu einem innerstädtischen GVZ eingesetzt. Sie beteiligt sich heute an der Abstimmungsrunden für die Weiterentwicklung der Logistikzentren in der Region Berlin-Brandenburg.
Die drei GVZ im Umland von Berlin gehören zu den erfolgreichsten Güterverkehrszentren in Deutschland. Sie sind zu 100 % erschlossen. Über 100 Speditionen, Handelslogistikfirmen, Verkehrsunternehmen, Unternehmen mit transportintensiver Produktion, Dienstleister sowie Firmen verschiedener Branchen haben sich in den letzten Jahren dort angesiedelt. Es entstanden über 7000 Arbeitsplätze. Von 373 ha vermietbaren Flächen sind über 70 % vermarktet.
Die Standorte:
Das bei Großbeeren gelegene GVZ Berlin Süd besteht inzwischen 15 Jahre. Es ist das am stärksten gefragte im Berliner Raum und gehört zu der Spitzengruppe der GVZ in Deutschland und Europa. Das GVZ befindet sich 5 km südlich Berlins an der B 101, die zwischen Berlin und dem Berliner Ring (A 10) und darüber hinaus vierstreifig ausgebaut ist. Das GVZ verfügt über Bahnanschluss und ein Terminal für den kombinierten Verkehr. Dort startet u.a. Startort der Containerzug „Ostwind” von Berlin nach Moskau. Da 90 % der Flächen bereits vergeben wurden, sind in den nächsten Jahren zwei Erweiterungen mit einer Nettofläche von insgesamt 75 ha geplant.
In einem Anfang 2010 veröffentlichten Benchmarking der Deutschen GVZ-Gesellschaft (DGG) von 100 GVZ in ganz Europa kommt das GVZ in Großbeeren auf den 10. Platz. Besonders zum Tragen kam der hohe Wertschöpfungsanteil über die reine TUL-Funktion (Transport-Umschlag-Lagerung) hinaus. Im GVZ Berlin Süd sind in den vergangenen Jahren fast 4000 Arbeitsplätze entstanden. Auf Platz eins kam das GVZ Interporto Verona. Weitere deutsche GVZ sind unter den ersten 10 das GVZ Bremen auf Platz 2 und das GVZ Nürnberg auf Platz 3.
Bei einem Ranking der deutschen GVZ kann Berlin Süd 2007 auf den dritten Rang.
Das GVZ liegt westlich Berlins bei Wustermark an der bis Berlin vierstreifig ausgebauten B 5 und unmittelbar am Berliner Autobahnring (A10). Der Bereich Brieselang ist über die gleichnamige Anschlussstelle der A 10 zu erreichen. Es verfügt über einen Anschluss an die Hochgeschwindigkeitsstrecke Berlin – Hannover und ein Terminal für den kombinierten Verkehr. Außerdem liegt es direkt an dem westlich von Berlin verlaufenden Havelkanal. Seit 2008 verfügt das GVZ auch über einen Hafen, der drei Liegeplätze und einer RoRo-Rampe umfasst. Der Hafen wird 2010 in die Schiffscontainerlienie vom Berliner Westhafen zum Hafen Hamburg einbezogen werden. Die GVZ-Flächen sind zu 57 % vergeben.
Das 7 km von Berlin entfernt liegende GVZ Berlin Ost bei Freienbrink verfügt über eine direkte Ausfahrt am östlichen Abschnitt des Berliner Rings (A 10). Ein Gleisanschluss an die Strecke Berlin – Warschau – Moskau ist vorhanden. 62 % der GVZ-Flächen wurden bereits an Investoren vergeben.
Innerhalb Berlins entwickelte sich der größte Berliner Hafen in den letzten Jahren zum wichtigsten innerstädtischen Logistikzentrum, dem City GVZ Westhafen. Er verfügt u.a. über ein Containerterminal für Binnenschiff und Eisenbahn, einen Schwerlastkran und eine RoRo-Anlage. Im Sommer 2009 wurde eine Schiffscontainerlinie zum Hafen Hamburg eingerichtet.
Nähere Informationen zu den Güterverkehrszentren Berlin West, Süd und Ost sowie dem City GVZ Westhafen finden Sie unter den nebenstehenden Links.