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BERLINER WIRTSCHAFT – JANUAR 2012
Deutschlands Top-Azubis 2011 ausgezeichnet
© DIHK/Schicke
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Natalis Prost (Charité), Dan Koschke (Gebrüder Kemmer), Katharina Pittack (Air Berlin), Jaqueline Lepom (Signon), Carola Schaar, Vorsitzende des DIHK-Bildungsausschusses, Georg Ruschke (BVG), DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann, John Schroeter (Bigpoint), Barbara Schöneberger, Paul Denkhaus (Eisklatsch), Björn Weickert (Bleck & Söhne), Maja Wendt (KPM) (v.l.)
Unter dem Motto „Duale Ausbildung hervorragende Alternative zum Studium“ zeichneten DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler 227 Bundesbeste in 218 verschiedenen Berufen aus. Das Erfreuliche war, dass unter den Top-Absolventen auch zehn Berliner diese Ehrung in Empfang nehmen konnten. Paul Denkhaus, Jacqueline Lepom, Katharina Pittack, Natalia Prost, Dan Koschke, Georg Ruschke, John Schroeter, Monika Weber, Björn Weickert und Maja Wendt nahmen die Auszeichnung aus den Händen des DIHK-Präsidenten in Empfang. Eine überglückliche Maja Wendt hat dabei das Kunststück fertig gebracht, unter den fünf Absolventen zu sein, die unschlagbare 100 Punkte erreicht haben.
Bezeichnend für alle Top-Absolventen war, dass sie große Unterstützung seitens ihrer Ausbildungsbetriebe erfahren haben, wie z.B. Dan Koschke, der von seinem Betrieb die Möglichkeit erhalten hatte, bestimmte Ausbildungsinhalte in einem anderen Unternehmen zu absolvieren oder Maja Wendt, die in den Archiven ihres Ausbildungsbetriebes nach Bildern früherer Porzellanmaler stöbern durfte. Deshalb dankte DIHK-Präsident Driftmann in seiner Ansprache vor allem den Ausbildungsbetrieben, aber auch den Berufsschullehrern und Eltern für ihren erheblichen Anteil am Erfolg der Super-Azubis. Driftmann ging in seiner Rede auch auf die aktuelle Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt ein: „Vor dem Hintergrund überquellender Hörsääle ist die duale Ausbildung mehr denn je eine hervorragende Alternative zum Studium. An die bestandene Abschlussprüfung lässt sich im übrigen jederzeit noch eine Weiterbildung oder Hochschulausbildung anschließen.“ Der DIHK-Präsident erinnerte auch daran, dass die Chancen auf einen Ausbildungsplatz so gut sind wie seit dem Wiedervereinigungsboom nicht mehr. Für die Unternehmen hat das allerdings eine Kehrseite: Sie können immer häufiger Ausbildungsplätze nicht besetzen.
„Ich rechne damit, dass wegen des Mangels an geeigneten Bewerbern in diesem Jahr etwa 75 000 Ausbildungsplätze unbesetzt geblieben sind“, so Driftmann. Das effektive Zusammenführen von Ausbildungsbetrieben und ausbildungsinteressierten Jugendlichen werde somit eine immer wichtigere Aufgabe. Anfang dieses Jahre gehe daher die neue, gemeinsame Internet-Lehrstellenbörse der Industrie- und Handelskammern an den Start.
Insgesamt nahmen mehr als 1000 Gäste an der Veranstaltung teil – neben den Eltern der Besten auch Vertreter der Ausbildungsbetriebe, Berufsschullehrer, Bundestagsabgeordnete sowie Präsidenten und Hauptgeschäftsführer der IHKs. Wie schon in den letzten fünf Jahren führte Entertainerin Barbara Schöneberger mit Humor und Schlagfertigkeit durch das Programm, das erstmals per Live Stream im Internet übertragen wurde.
Gerd Woweries/Sabine de Günther
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