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BERLINER WIRTSCHAFT SEPTEMBER 2010
Hauptstadt der Green Economy
Weichenstellung für nachhaltiges Wirtschaften in Berlin – IHK präsentiert Maßnahmenkatalog
Berlin hat sich in den letzten Jahren zu einem herausragenden Standort für Herstellung und Angebot von Umweltschutzgütern und -dienstleistungen entwickelt. Zahlreiche international agierende Unternehmen der Umweltbranche sitzen in der Hauptstadt – Tendenz steigend.
Gleichzeitig ist Berlin Vorreiter für erfolgreichen Klimaschutz und ressourceneffizientes Wirtschaften. So werden in keinem Bundesland weniger Rohstoff e für die Produktion einer Einheit des BIP benötigt. Alle Sektoren in Berlin wirtschaften energieeffizienter als der Bundesdurchschnitt. Weder eine andere deutsche Großstadt noch London, Paris oder Rom verfügt über mehr Akteure, die am freiwilligen Umweltmanagementsystem Emas teilnehmen. Im European Green Cities Index der Siemens AG landete Berlin auf einem sehr guten achten Platz – ebenfalls vor anderen Metropolen wie Madrid, Paris oder London.
Trotz oder gerade wegen dieser beeindruckenden Umweltbilanz gilt es jetzt, die richtigen Weichen zu stellen, um Berlin langfristig als Standort für die wachsende Umweltwirtschaft zu etablieren und das hohe gesellschaftliche Verantwortungsbewusstsein der Unternehmen für nachhaltiges Wirtschaften zu nutzen.
Dieser Aufgabe hat sich die IHK Berlin in ihrem aktuellen Positionspapier „Auf dem Weg zu einer Hauptstadt der Green Economy – Weichenstellungen für eine nachhaltige Wirtschaft in Berlin“ angenommen. Denn die Potenziale für Berlin sind enorm: „Legt man das prognostizierte Wachstum der Umweltwirtschaft zugrunde, wird sich die Beschäftigung in der Berliner Green Economy in den nächsten zehn Jahren auf 80 000 Beschäftigte verdoppeln“, sagte IHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer bei der Vorstellung der Studie. Berlin müsse sich aufgrund seiner exzellenten Ausgangslage aber das Ziel setzen, diesen Trend zu übertreffen. „Unter den richtigen Rahmenbedingungen sind 100 000 Beschäftigte bis 2020 möglich“, so Schweitzer.
Mit dem Papier will die IHK den Dialog über Klimaschutz, Energieeffizienz und Green Economy in Berlin intensivieren. Die 32 Handlungsempfehlungen reichen von der Verbesserung politischer Rahmenbedingungen bis zum Standortmarketing. Insgesamt gibt es Vorschläge zu sechs Handlungsfeldern: Politik, Kooperation, Wissen, Engagement, Marketing und Finanzierung.
vagt
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