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Die Anzahl der Absolventen von Weiterbildungsprüfungen bei der IHK Berlin ist im Jahr 2011 stark gestiegen. Nach aktuellen Berechnungen liegt der Zuwachs bei rund 20 Prozent. Dies zeigt, dass die berufliche Weiterbildung für die Berliner Unternehmen und ihre Mitarbeiter einen immer höheren Stellenwert einnimmt. Einen besonders kräftigen Anstieg verzeichnet die Kammer bei Ausbilderprüfungen und den Wirtschaftsfachwirten.
Insgesamt haben sich im vergangenen Jahr mehr als 3.200 Kandidaten einer Weiterbildungsprüfung bei der IHK Berlin unterzogen. Im Jahr davor waren es 2.697 Teilnehmer. Der Kandidatenzuwachs ist laut IHK im Wesentlichen auf das gesteigerte Interesse der Unternehmen zurückzuführen, ihre eigenen Ausbilder fortzubilden. Nahmen in 2008 noch 1.062 Ausbilder an einer Prüfung nach der Ausbildereignungsverordnung (AEVO) teil, waren es 2011 schon 1.879 Absolventen. An dieser Entwicklung zeigt sich, wie ernst den Unternehmen die Sicherung des Fachkräftebedarfs durch eigene Auszubildende ist.
Auch beim Management-Nachwuchs verzeichnet die IHK Berlin eine rasant steigende Prüfungsnachfrage. Die neue Qualifikation zum Wirtschaftsfachwirt (IHK), einem Fortbildungsabschluß für kaufmännische Fachkräfte, findet große Akzeptanz in der Wirtschaft. Im Jahr 2011 legten bereits 134 Teilnehmer die Prüfung ab. Im Jahr davor waren es 43 Kandidaten.
„Es ist ein gutes Zeichen, dass die Prüfungszahlen im Weiterbildungsbereich so deutlich ansteigen“, erklärte der Leiter des Bereichs Weiterbildung der IHK Berlin; Stefan Mathews. „Für viele Unternehmen ist der Fachkräftemangel kein bloßes Phantom mehr, sondern ein echtes Risiko geworden. Mit Weiterbildungsmaßnahmen können die Unternehmen ihr Engagement in der Ausbildung des eigenen Nachwuchses und damit bei der Sicherung des Fachkräftebedarfs erhöhen. Soll eine Weiterbildung erfolgreich sein, muss sie wirksam gestaltet, strategisch geplant und individuell zugeschnitten sein. Weiterbildung ist keine Nebenbei-Beschäftigung, sondern unverzichtbarer Teil der Unternehmensstrategie.“
Mathews nannte das IHK-System "Karriere mit Lehre" eine echte Alternative zum akademischen Bildungsweg. Dabei folgt nach der betrieblichen Ausbildung die praktische Berufstätigkeit, ergänzt durch fortwährende Weiterbildung und entsprechende Prüfungen. „Die Karriere mit Lehre lohnt sich nicht nur für die Wirtschaft, die nach Fachkräften sucht, sondern zahlt sich auch für jeden einzelnen Absolventen aus“, so Mathews.
Pressemitteilung der IHK Berlin vom 26. Januar 2012
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