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STANDORTPOLITIK

Wasserstraßenkreuz Berlin

Wasserwege von und nach Berlin
Das ostdeutsche Wasserstraßennetz bietet mit seinen vielen Flüssen, Kanälen und Seen gute Voraussetzungen für die Transport- und die Personenschifffahrt, den Bootstourismus und die Freizeitschifffahrt. Ein Teil der Wasserstraßen, die wegen ihrer geringen Abmessungen kaum noch von der Güterschifffahrt genutzt werden, werden gezielt für den Wassertourismus entwickelt.

Der Güterschifffahrt stehen von und nach Berlin drei Wasserstraßen zur Verfügung, die die Stadt zu einem wichtigen Knoten im ostdeutschen Wasserwegenetz machen. Alle drei werden zur Zeit noch ausgebaut und modernisiert:

  • Die größte Bedeutung hat die Verbindung nach Westen über die Untere Havel-Wasserstraße, den Elbe-Havel-Kanal und den Mittellandkanal, das Projekt 17. Sie stellt die Verbindung zur Elbe, Weser, zum westdeutschen Kanalnetz und zum Rhein und zu den Nordseehäfen dar.
  • Die Havel-Oder-Wasserstraße verbindet Berlin mit der unteren Oder und Stettin/Swinemünde. Berlin verfügt damit auch über eine direkte Wasserstraßenverbindung mit einem Ostseehafen.
  • Der dritte wichtige Wasserweg ist die Spree-Oder-Wasserstraße als Verbindung zur oberen Oder und nach Schlesien.

Innerstädtisches Logistikzentrum Westhafen
Mit einem umfangreichen Investionsprogramm sind in dem zur Behala (Berliner Hafen- und Lagerhaus GmbH) gehörenden Westhafen in den vergangenen Jahren die Voraussetzungen für eine moderne Güterlogistik geschaffen worden. Die IHK Berlin hat diesen Prozess unterstützt und sieht im Westhafen nun das wichtigste innerstädtische Logistikzentrum.
Das City GVZ Westhafen stellt sich heute als ein trimodales Logistikzentrum für den Umschlag zwischen Binnenschiff, Eisenbahn und Lastwagen dar. Ein Containerterminal ermöglicht den Umschlag zwischen Binnenschiff, Eisenbahn und LKW. Die Containerzugverbindungen nach Hamburg und Bremen werden seit 2009 durch eine Containerschifflinie nach Hamburg ergänzt. Der Westhafen kann von Europaschiffen mit einer Abladetiefe von 2.50 m und von Großmotorgüterschiffen mit einer Abladetiefe von 2.20 m erreicht werden.

Mediationsverfahren Landwehrkanal
Im Jahr 2007 führten die größtenteils nicht mehr sicheren Uferbefestigungen des Landwehrkanals zu einer über einmonatigen Sperrung der Wasserstraße für die Schifffahrt. Dies brachte den betroffenen Reedereien der Personenschifffahrt erhebliche Verluste. Die durch den Landwehrkanal führenden sog. Brückenfahrten haben sich in den vergangen Jahren zu einem touristischen Highlight entwickelt. Die Schifffahrt konnte erst wieder aufgenommen werden, nachdem die gefährdeten Bäume im Uferbereich mit Seilen und Betonquadern gesichert wurden. Die IHK Berlin und die Reedereien protestierten in einer gemeinsamen Pressemitteilung massiv gegen die überlange Sperrzeit.
Im Herbst 2007 legte das Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin (WSA) Varianten zur Sanierung der Ufer vor und richtete ein Mediationsverfahren "Zukunft Landwehrkanal" ein, an dem neben der IHK Berlin auch die in die Sanierung des Kanals einbezogenen Behörden, Reedereien und Bürgerinitiativen teilnehmen.

Stand: September 2011

DOKUMENT-NR. 63098

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