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Auswertung IHK-Fachkräfte-Umfrage 2011
(PDF, 126 KB) (Dokument-Nr.: 88595)
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Alle zwei Jahre befragt die IHK Berlin ihre Mitgliedsunternehmen hinsichtlich der Verfügbarkeit von Fachkräften. Nach den Ergebnissen der aktuellen Konjunkturumfrage vom Herbst 2011 hat sich die Lage auf dem Fachkräftemarkt weiter zugespitzt. So viele Unternehmen wie noch nie haben Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen (41,1 Prozent). Vor allem im Bau- und im Gastgewerbe hat sich der Fachkräfteengpass seit dem letzten Hoch im Jahr 2007 nochmals stark verschärft. Im Vergleich zur letzten Umfrage 2009, die vom Eindruck der Finanz- und Wirtschaftskrise geprägt war, haben Unternehmen in allen Branchen mehr Schwierigkeiten bei der Suche nach geeigneten Fachkräften.
Inzwischen wird der Fachkräfteengpass zunehmend auch zum Wachstumshemmnis für die Wirtschaft. Seit vergangenem Jahr ist der Anteil der Unternehmen, die darin ein großes Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung ihres Betriebes in den kommenden zwölf Monaten sehen, stetig gestiegen und erreicht nun fast 40 Prozent. Auch hier ist das Gastgewerbe mit Abstand am besorgtesten.
Interessant ist auch ein Blick auf die Anzahl der offenen Stellen in den Unternehmen, die Schwierigkeiten bei der Fachkräftesicherung angeben. Anders als 2009 berichtet nur noch eine Minderheit (6,5 Prozent), dass die Zahl der offen Stellen im Vergleich zum Vorjahr reduziert werden konnte. Stattdessen gibt nahezu die Hälfte eine gestiegene Zahl offener Stellen an. Fachkräfteengpässe sind folglich nicht nur ein Problem für einen Großteil der Wirtschaft, sondern verstärken sich aktuell auch noch in den bereits betroffenen Unternehmen. Nach Branchen betrachtet sind dies insbesondere Industrie- aber auch Dienstleistungsbetriebe. Der Handel ist dagegen vergleichsweise wenig betroffen.
An Berufsfeldern wird weiterhin insbesondere nach Ingenieuren und technischen Berufen gesucht. Fast die Hälfte der Unternehmen mit offenen Stellen (49,1 Prozent) benötigt diese Fachkräfte. Beachtenswert ist aber auch der stetig steigende Engpass an Service- und kaufmännischen Berufen. Ebenso setzt sich der Trend bei den gesuchten Qualifikationsniveaus fort. Annähernd 40 Prozent der Unternehmen mit offenen Stellen suchen Fachkräfte mit abgeschlossener dualer Berufsausbildung, so viele wie noch nie. An der Spitze bleiben nach wie vor Fachkräfte mit akademischen Abschlüssen.
Als Reaktion auf die schwierige Suche nach geeigneten Fachkräften wollen die meisten Unternehmen ihre Aus- und Weiterbildungsbemühungen verstärken (57,6 bzw. 53,5 Prozent). Dies sind seit Jahren unverändert hohe Werte. Über ein Viertel (28,8 Prozent) planen jedoch auch Verbesserungen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf für ihre Mitarbeiter. Dieser Wert hat sich von einstmals 6,5 Prozent im Jahr 2005 enorm gesteigert.
Auch von der Politik fordern die Unternehmen jedoch einen Beitrag, um Fachkräftesicherung zu erleichtern. In erster Linie werden dabei eine stärkere Qualifikation von Schulabgängern und verbesserte Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf verlangt. Über ein Drittel (36,5 Prozent) der Befragten verspricht sich aber auch von einer besseren Vermittlung durch die Arbeitsagenturen einen leichteren Zugang zu den benötigten Fachkräften.
© IHK Berlin | ISO 9001 | Datenschutzerklärung | Haftung
Für die Richtigkeit der in dieser Website enthaltenen Angaben können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen.
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