Energieeffizienz-Netzwerke

Unternehmen für neues Netzwerk gesucht!
Energieeinsparung deutlich über dem Branchenvergleich und eine überdurchschnittliche Senkung der CO2-Emissionen im Betrieb: Das ist die Bilanz der mehr als 20 Unternehmen, die in den vergangenen Jahren an den EnergieEffizienz-Tischen unter Schirmherrschaft der IHK Berlin teilgenommen haben. Für die dritte Auflage dieses Erfolgsmodells suchen IHK Berlin, die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) und ein erfahrenes Netzwerkteam ab sofort interessierte Unternehmen, die ihre Energiekosten senken und ein Zeichen für erfolgreichen Klimaschutz in der Wirtschaft setzen wollen.
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In jedem Betrieb gibt es viele rentable Möglichkeiten zur Senkung der Energiekosten - durch organisatorische Maßnahmen und Investitionen in Energieeffizienz-Technologien. Häufig fehlt aber die Zeit für Vorbereitung und Auswahl der passenden Lösung. Darum organisieren sich immer mehr Unternehmen in Netzwerken - mit dem Ziel, ihre Energieeffizienz kostengünstig zu steigern und die CO2-Emissionen zu mindern.
Netzwerkarbeit für Energieeffizienz
Ziel der Netzwerkarbeit ist es durch einen regelmäßigen, von einem Fachmann moderierten, Erfahrungsaustausch, die vielen rentablen Effizienz-Potenziale für jeden der Teilnehmer schnell und mit geringem Aufwand verfügbar zu machen. Netzwerkarbeit ist mehr als eine konventionelle Beratung: Die Unternehmen treten in Dialog miteinander, informieren und unterstützen sich gegenseitig, gehen Kooperationen ein und verabreden Einsparziele. Das Projektteam setzt Impulse, fördert und fordert. Die Kombination aus ingenieurtechnischer Beratung und moderiertem Erfahrungsaustausch ist der Schlüssel zum Erfolg. Nach den bisherigen Erfahrungen lässt sich bei den Teilnehmern die Verbesserung der Energieeffizienz und dadurch die Senkung der spezifischen Energiekosten um mindestens das Doppelte gegenüber dem industriellen Durchschnitt beschleunigen.
Ein Energieeffizienz-Netzwerk besteht in der Regel aus 10 bis 15 Unternehmen. In einem zeitlich definierten, moderierten Coaching-Prozess werden in den Unternehmen die Wege für einen effizienten Umgang mit Energie aufgezeigt, Umsetzungsstrategien entwickelt und die Realisierung erster Einsparmaßnahmen begleitet. Besondere Merkmale sind unter anderem die anfangs in jedem Betrieb durchgeführte Initialberatung zum Aufzeigen konkreter Einsparmöglichkeiten sowie ca. vier Netzwerktreffen pro Jahr zu jeweils abgestimmten Scherpunktthemen. Themenschwerpunkte der Netzwerke sind Querschnittstechnologien, wie z.B. Druckluft, Kälte, Wärmeerzeugung, Pumpen, Gebäudetechnik, Beleuchtung und Abwärmenutzung sowie Energiemanagement und Wirtschaftlichkeitsberechnung.
Energieeffizienz-Netzwerke sind die ideale Verknüpfung betriebswirtschaftlich sinnvoller Maßnahmen zur Verringerung von Energieverbrauch und -kosten sowie den Zielen des Klimaschutzes. Fünf gute Gründe für Netzwerkarbeit:
  • Unabhängigkeit der Projektpartner
  • Hohe Kosten-/Nutzenrelation durch gemeinsame Projektinfrastruktur
  • Tiefgehender Wissenstransfer
  • Nutzung von einzelnen Bausteinen für das Energiemanagement
  • Engagement für den Klimaschutz
EnergieEffizienz-Tisch Berlin plus
Unter Schirmherrschaft der IHK Berlin haben sich Anfang 2013 ein Dutzend produzierende Unternehmen zum Netzwerk EnergieEffizienz-Tisch Berlin plus zusammengeschlossen. Gemeinsam mit den Beratungsunternehmen Ökotec Energiemanagement GmbH und Behrends Consult sowie der Unternehmensinitiative Modell Hohenlohe e.V. packen die Teilnehmer gemeinsam das Ziel an, Energie effizienter zu nutzen und damit ihre Unternehmen zukunftssicher zu machen.
Nach detaillierten Energieanalysen an allen Standorten haben sich die Betriebe im Mai 2014 selbst das Ziel gesetzt, ihre Energieeffizienz bis Mitte 2016 um 8 Prozent zu verbessern und die betriebsbedingten CO2-Emissionen um 6 Prozent zu reduzieren. Die Untersuchungen in den Betrieben haben insgesamt 343 Einzelmaßnahmen zur Energieeinsparung ergeben. Die Hälfte davon ist bereits wirtschaftlich und ökologisch bewertet, die Rentabelsten sollen zügig in Angriff genommen werden. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Querschnittstechnologien, deren Energieverbrauch sich oft mit geringem Aufwand schnell verringern lässt. Weitere Einsparungen versprechen die Nachrüstung oder Optimierung der Steuerungs- und Regelungstechnik sowie die Sensibilisierung der Mitarbeiter.
Sowohl mittelständisch geprägte als auch größere Unternehmen haben sich für eine Beteiligung an diesem praxisorientierten Netzwerk entschieden. Mit dabei sind:
  • Bayer Pharma AG, Werk Berlin
  • Beiersdorf Manufacturing Berlin GmbH
  • BMW AG, Werk Berlin
  • Boryszew Kunststofftechnik Deutschland GmbH, Gardelegen
  • BVZ Berliner Zeitungsdruck GmbH
  • CREMER OLEO GmbH & Co. KG, Wittenberge
  • Daimler AG, Mercedes-Benz Werk Berlin
  • enmech GmbH & Co. KG, Berlin
  • Kraftverkehr Nagel GmbH & Co. KG, Wustermark
  • Moll Marzipan GmbH, Berlin
  • ppgwegoflex GmbH, Trebbin
  • Zahna Fliesen GmbH, Zahna
EnergieEffizienz-Tisch Berlin
Unter Schirmherrschaft der IHK Berlin haben das Modell Hohenlohe e.V. sowie die Beratungsunternehmen Behrends Consult und Ökotec Energiemanagement GmbH Mitte 2010 dieses Energieeffizienz-Netzwerk gegründet. Zusammengeschlossen hatten sich in dieser Initiative zwölf produzierende Unternehmen mit dem gemeinsamen Ziel der Energieeinsparung. Gefördert wurde das Projekt als eines von 30 Pilot-Netzwerken in ganz Deutschland vom Bundesumweltministerium aus der Nationalen Klimaschutzinitiative.
Nach drei Jahren erfolgreicher Netzwerkarbeit hat der EnergieEffizienz-Tisch Berlin im Herbst 2013 seine Erfolgsbilanz vorgelegt. Durch die Realisierung einer Vielzahl der 200 ökonomisch und ökologisch sinnvoll bewerteten Maßnahmen wurden überdurchschnittliche Energieeffizienzsteigerungen erreicht. Das anvisierte Energieeffizienzziel wurde mit 6,3 Prozent bereits Ende 2012, also mehr als ein halbes Jahr vor dem planmäßigen Ende des Netzwerkprojektes, übertroffen. Besonders hoch fiel die Verringerung der betriebsbedingten CO2-Emissionen aus, die mit 27 Prozent den Zielwert von 5 Prozent mehr als deutlich übertroffen hat. Auch nach Ende des Netzwerkprojektes geht die systematische Arbeit an den betrieblichen Energiebilanz weiter. Etliche der vorgeschlagenen Maßnahmen werden erst im Nachlauf der offiziellen Projektlaufzeit umgesetzt und ein erheblicher Teil der Unternehmen profitiert bei der geplanten Einführung eines Energiemanagementsystems von den Netzwerkerfahrungen.