Berliner Unternehmen engagieren sich sozial: 11. Gute-Tat-Marktplatz

Viele Berliner Unternehmen engagieren sich bei sozialen Projekten in der Hauptstadt. Um diese Aktivitäten weiter zu fördern, findet heute der mittlerweile 11. Gute-Tat-Marktplatz im Ludwig Erhard Haus statt. IHK Berlin, Handwerkskammer Berlin und die Stiftung Gute-Tat bringen dabei Unternehmen mit sozialen Organisationen zusammen, um neue Kooperationen zu vereinbaren. Die Schirmherrschaft hat der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, übernommen.
Mehr als 80 Unternehmen und 40 soziale Organisationen sind der Einladung gefolgt. Rund 200 Teilnehmer werden insgesamt erwartet. Im Fokus steht in diesem Jahr das Engagement für Flüchtlinge. Die Unternehmen helfen beispielsweise mit Beratungs- und Weiterbildungsangeboten, Bewerbungstraining und Coaching für Jugendliche, Hilfen bei Renovierungs- und Reparaturarbeiten, der Pflege und Aktualisierung von Webseiten sowie der Erstellung von Informationsmaterial. Aber auch Unterstützung bei Veranstaltungen, Räumlichkeiten oder andere Sachspenden werden angeboten.
Boris Velter, Staatssekretär der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen: „Die Berliner Unternehmen stehen in unserer Stadtgesellschaft vor einer großen Herausforderung. Bei der Berufsausbildung wie bei Geflüchteten sind ihr Engagement und ihr Beitrag für eine gelingende berufliche Integration zentral. Die gemeinsame Initiative der Arbeitsverwaltung und der Wirtschaft für die Ausbildung von Geflüchteten ARRIVO zeigt, wie das gelingen kann. Der nun schon 11. Gute-Tat-Markt, den ich gerne unterstütze, ist ein ebenso gutes Beispiel.“
Der Stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Christian Wiesenhütter hebt die Bedeutung des sozialen Engagements von Unternehmen für die Stadtgesellschaft hervor: „In der heutigen Zeit ist eine aufmerksame, selbstbewusste und engagierte Zivilgesellschaft unerlässlich für das Funktionieren dieser Stadt. Dazu gehören auch die Berliner Unternehmen. Sie ermöglichen ihren Mitarbeitern nicht nur die Übernahme von sozialen Engagements im Rahmen ihrer Arbeit. Immer öfter treten sie auch selbst als Initiatoren von Engagementprojekten auf.“
„Eine moderne Gesellschaft lebt davon, dass sich der Starke um den Schwachen kümmert. Das ist für den Zusammenhalt einer Gesellschaft immens wichtig. Das Berliner Handwerk mit seinen  kleinen und mittelständischen Unternehmen wird seiner Verantwortung gerecht. Wenn zum Beispiel ein Handwerksmeister regelmäßig über den eigenen Bedarf hinaus junge Menschen ausbildet, übernimmt er gesellschaftliche Verantwortung“, so der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Berlin, Jürgen Wittke. „Unsere Betriebe sind nah an den Kunden, nah an ihren Mitarbeitern und nah an den Menschen vor Ort. Sie fühlen sich verantwortlich für die Angestellten und Kollegen, für das Gewerk und für die Umgebung im Kiez. Diese enge Verbindung führt im Handwerk zu der langen Tradition, sich für das Gemeinwohl einzusetzen. Neben den wirtschaftlichen Aspekten ist es auch eine Frage von Respekt, Fairness und Weitsicht.“
Jürgen Grenz, Vorstand der Stiftung Gute-Tat, sagt: „Das Konzept „sozialer Marktplatz“ hat sich erneut als erfolgreich erwiesen: Die Teilnehmer kamen auf unkonventionelle Art miteinander ins Gespräch und jede Seite brachte ein, was sie am besten kann. Es hat sich auch 2016 bestätigt, dass es beim Gute-Tat Marktplatz um ein Tauschgeschäft mit gegenseitigem Gewinn geht.“
Weitere Informationen unter www.gute-tat.de/11-gute-tat-marktplatz
Eine Pressemitteilung der Handwerkskammer Berlin und IHK Berlin vom 16. November 2016